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Update Fitness Warm-Up Interview mit Julian Steffen
Die Saison startete mit einem intensiven Doppelwochenende. Was waren deine wichtigsten Erkenntnisse aus diesen ersten beiden Spielen?
Das Doppelwochenende hat gezeigt, dass unser neues Spielsystem (eigentlich) funktioniert. Das klingt jetzt, nach zwei Niederlagen, natürlich nicht sehr glaubwürdig. Es fehlt noch an Routine und Erfahrungen in den Spielen. Aber ich denke, wir sind auf einem guten Weg. Unser Spiel ist, wenn wir dies alle nach Plan durchziehen, ein körperlich sehr intensives. Die Bereitschaft, körperbetonte Zweikämpfe anzunehmen und zu gewinnen, müssen wir in der nächsten Zeit steigern. Wir waren in beiden Spielen körperlich unterlegen.
Du bist inzwischen ein echtes Urgestein in diesem Team. Wie hat sich deine Rolle im Laufe der Jahre verändert, und welche Verantwortung trägst du heute auf und neben dem Platz?
In der Rolle als Urgestein sehe ich mich persönlich noch nicht, einfach als Teil unseres Teams. Ich bin dankbar mit 30 Jahren diese wunderbare Sportart noch auf dem höchsten Niveau spielen zu können. Gleichzeitig bemerke ich, dass sich doch einiges verändert. Unsere talentierten jungen Spieler übernehmen z.T. schon viel Verantwortung im Team. Ich hoffe wir «Alten» lassen ihnen dabei auch genügend Raum. Mir ist es wichtig, dass wir uns während den Spielen und Trainings ruhig verhalten, Schiedsrichterentscheide akzeptieren, die Ideen unserer Trainer umsetzen und wir uns gegenseitig konstruktiv kritisieren können. Ich hoffe, ich kann dabei behilflich sein, diese Punkte zu erreichen.
Der SHC Bettlach hat seit diesem Sommer einen neuen Vinylbelag. Nach jahrelangem Spielen auf Asphalt – wie schnell konntest du dich an den neuen Untergrund gewöhnen, und wie beeinflusst er das Spiel?
Das Spiel ist deutlich schneller geworden und dadurch sicher auch für die Zuschauer attraktiver. Ich freue mich immer noch in jedem Training über den neuen Belag, auch wenn ich als «Urgestein» nun plötzlich Mühe habe, die guten alten Slapshots aufs Tor zu bringen. Der Sport wird durch den verlegten Kunststoffteppich auf ein neues Level gehoben. Zudem fühlt sich das Rennen nun deutlich gesünder an als noch auf dem Asphalt.
Am Sonntag steht das Spiel gegen Kernenried an. Was sind deine Erwartungen an die Partie, und worauf wird es für euch ankommen, um erfolgreich zu sein?
Kernenried hat sicher ein Team, welches ein solides System spielen kann. Die Mannschaft ist breit aufgestellt und agiert als Einheit. Vergangene Spiele gegen diesen Gegner waren stets laufintensiv. Wir müssen versuchen ein hartes Spiel zu zeigen und auf unser System vertrauen, dann ist ein Erfolg möglich.